Dienstag, 29. September 2009

Steiles Körbchen



Ein relativ schmales Gefäß wie ein Blumenübertopf ist für die Nähmaschine und die eigene ruhige Hand eine echte Herausforderung. Durchmesser des Bodens 11,5 cm. Da eine ganze Runde mit kippt, wenn die Seitensteigungung beginnt, nimmt man besser 13 cm Durchmesser.
Auf dem Bild sieht man schon gut wie die Steigung durch die Nähmaschine eher 45° als 70° beträgt.

Damit der Korb nicht oben zu weit wird, tape ich einen Holzkeil an der linken Seite neben der Stichplatte fest. Dadurch verändert sich der Winkel der Seitensteigung. Man könnte natürlich auch ständig den kleinen Finger unter das Nähstück drücken, aber das wird mir zu ungenau, da man nach einer Weile auch wirklich aufpassen muss, beide Kordeln beim Nähen zu treffen.

Durch den kleinen Durchmesser hackt der Rand des Korbes ständig an der Maschine. Da noch auf die gleichmäßige Steigung zu achten.....

Hier ist er fertig, der Übertopf, ziemlich steil und am oberen Rand sogar leicht nach innen gebogen.
Er ist 16 cm hoch und hat eine Öffnung von knapp 18 cm Durchmesser.
(Aber warum habe ich gerade Hellblau genommen?? Passend zu nichts!)
Das werde ich morgen ändern!

Freitag, 25. September 2009

Garne färben


Dieses Projekt ist zwar nicht mehr ganz so jung, aber es war spannend die gefärbten Chenillegarne zu bunten Gästehandtüchern zu verweben.
Das Garn bekam ich auf dicken Konen. Die kann man aber nicht einfach mit Farbe tränken. In der Mitte kommt nichts mehr an. Also müssen erst einmal Stränge gewickelt werden.
(Dafür kann man einen Stuhl umdrehen und die Beine umwickeln, oder 2 Schraubzwingen mit den langen Enden nach oben am Tisch befestigen.)
Wichtig vor dem Färben ist das gründliche Abbinden der Stränge, da sich sonst alles unentwirrbar vertüddeln würde bei den anschließenden Spül- und Waschgängen. Und wenn dann alles getrocknet ist, kann wieder ein Knäul gewickelt werden. Also etwas mehr Aufwand, aber man bekommt seine Wunsch-Farbkombinationen.
Wenn man die genaue Breite des Gewebes weiß, kann man die Farbverteilung auch genau planen (Schuss-Ikat). Das klappt sogar bei Strickgarn, wie mir Birgit auf Gran Canaria erklärte. Es erfordert wohl etwas mehr Rechnerei, die Ringel an die gewünschte Stelle zu bekommen, hatte aber Erfolg.

Mittwoch, 16. September 2009

Rückersbacher Quilt-Uni


Am vergangenen Wochenende war im Rahmen der Rückersbacher Quilt Uni ein Workshop mit der amerikanischen Textilkünstlerin Lonni Rossi.

Ich war auch dort, um für die Teilnehmerinnen die Thermofaxsiebe für den Kurs zu erstellen.


Ein bisschen Zeit hatte ich auch zwischendurch und habe einen mit ProcionMX bedruckten Stoff (100 x 150 cm) geviertelt. Der Stoff war violett, blauviolett, etwas rotviolett gemustert mit einem Thermofaxsieb von einem Breakdown-Print. Darüber gab es noch dunkelgraue Linien.


Mit den im Kurs verwendeten Pebeo-Farben habe ich dann mal auf jedem Viertel andere Element zur weiteren Bearbeitung verwendet.


Oben links: Eine Netzstruktur in hellgrau und einen Stempel aus gewickelten Bändern in rot. (Leider einfalsches Rot.)

Oben rechts: Mit dem Breakdownprint-Sieb wurde zuerst entfärbt und dann mit feinen Linien in hellblau und dunkelgrau überdruckt.

Unten links: Über den ganzen Stoff druckte ich eine feine Netzstruktur mit perlmuttblau. Darauf kamen in hellgrau die "Kringel".

Unten rechts: Zum Abdämpfen des Untergrundes kam über der ganzen Stoff ein zartes hellgraues Muster von einem Stempel, der mit einem Verfugerschwamm beklebt war. Darüber verwendete ich wieder die zarten Linien, diesmal in Tranzparentgelb und Gold.


Bis auf den ersten, werde ich sie wohl alle verwenden. Aber vielleicht knöpfe ich mir den auch noch mal vor.

Dienstag, 8. September 2009

Krabbeldecke


Ich möchte eine kleine Krabbeldecke in Buntstiftfarben nähen. Von dem Motivstoff habe ich ein kleines Stück, maximal einen FQ. Aber das sollte reichen, da ich mit handgefärbten Stoffen hauptsächlich arbeiten möchte. Aber passen müssen sie schon.
Am schwierigsten zu treffen war dieses merkwürdige, kaum zu beschreibende Grün. (Grünspan?)
Hier das Rezept für einen Meter Stoff (ca. 200g):
15ml Sonnengelb, 27 ml Royalblau, 5,4 ml Türkis und 2,7 ml Fuchsia.
Alle Farben wurden in der Konzentration von 2g auf 50ml Wasser angerührt.
Die 50,1ml der Farbmischung habe ich mit Wasser auf 250ml Flüssigkeit erhöht, damit der Stoff gleichmäßig durchtränkt wird.
Solche Farbmischübungen schulen unheimlich das Auge und das Gespür, was in einer Farbe enthalten ist.

Mittwoch, 2. September 2009

Fertig


So, nun ist der Shibori-Quilt von der Ausstellung zurück!
Ich hatte mich für ein "strenges" Quilting entschieden und mit einem blau/weißem Verlaufsgarn mit der Maschine gequiltet.
Nun suche ich einen Platz im Haus wo er farblich zur Geltung kommt.