Samstag, 31. Dezember 2011

Die Ringelsocke

Ich habe eine ganz tolle Wolle gefunden, die sich super färben lässt und mir beim Stricken entgegen kommt.
In dem Buch "Von der Spitze zum Bündchen - Socken stricken andersrum" habe ich eine sehr gute Anleitung für Socken gefunden, die sich fast von alleine wegstricken.
Nach dem 3. Paar in 4 Tagen wünschte ich mir zum Jahreswechsel lustige Ringelsocken für den "Kino-Abend" zu Hause.

Das erfordert nur eine gute Maschenprobe, einen Taschenrechner, einen langen Flur oder wahlweise einen Schärbaum (siehe Bild).

Als Einstieg wollte ich gerne 3 Runden rote Ringel, 2 Runden weißbunte und dann 3 Runden blaue Ringel und vor den nächsten roten nochmals 2 weißbunte Runden.

Das ergibt eine Stranglänge von 7,9m. So ein Schärbaum ist da schon praktisch, damit man nicht immer zwischen 2 Stühlen hin und her laufen muss. Nach dem Abbinden an etlichen Stellen, damit sich nichts verheddert, wurde der Strang in lauwarmem Wasser mit Zitronensäurelösung eingeweicht.


Der Strang wurde leicht angeschleudert und auf Mikrowellenfolie gelegt. Das Bemalen geht mit Schaumstoffpinseln ganz gut.
Die fertig bemalten Stellen rollt man nach und nach in die Folie ein.
Die blauen Fädchen zeigen, wie weit mit Rot bemalt werden sollte. (Beim nächsten Mal muss ich noch ein Stückchen vorher mit dem Malen aufhören oder die Farbe andicken, damit sie nicht so läuft. Nun sind es etwas mehr als 3 Runden Rot.)
Versuch macht kluch!








Dann kamen die weißbunten Runden dran, die die roten und blauen trennen sollen.
Die Farben dafür habe ich in Tropfflaschen gefüllt und vorsichtig aufgetropf, damit noch genug Weiß übrig bleibt.











Zum Schluß noch den Rest mit Blau bemalen und dann gut verpackt eine halbe Stunde im einem Sieb über Wasserdampf fixieren. Darf nicht im Wasser liegen, so dicht ist es denn doch nicht verpackt.

In die Färbefarben habe ich auch etwas Zitronensäure hinein gegeben, da ich ja nicht in der Flotte färbe und der Strang ja auch nicht mehr so nass war.

Was mich immer ein wenig verwundert ist die Tatsache, dass die Farben unfixiert und kalt immer anders aussehen als nach dem Fixieren.



Was man gut auf diesem Bild sehen kann.

Nach dem Abkühlen, Spülen und Trocknen muss aus dem Strang nun wieder ein Knäul werden, deshalb noch mal rauf auf den Schärbaum, denn so breite Arme hat ja niemand ;-)














Es ringelt sich!

Die erste Socke ist bis auf das Bündchen schon fast fertig!

Da kann ich ja nachher das neue Jahr zünftig in "Schleswig-Holstein-Socken" begrüßen!



Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!
Ich stoße mit euch an auf viele bunte Projekte!

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